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Schadstoffe:
Beschreibungen Berufskrankheit Friseurhandwerk Pollen Schimmelpilz
Beschreibungen zu Schadstoffen und Schadstoffquellen in der Luft:
Gase wie Formaldehyd, Ozon, Bakterien, Viren wie Vogelgrippe, Pollen, Schimmel und Schimmelpilzsporen, Allergene wie Tierallergene, Haustaub und Milbenallergene sollten bei Allergie und Asthma von der Lunge ferngehalten werden. Lesen Sie, welchen Schadstoffen Sie täglich ausgesetzt sind und welche Auswirkungen dies haben kann.
Berufskrankheit Friseurhandwerk:
Im Friseurhandwerk kommen die Beschäftigten täglich mit vielen Irritanzien und Allergenen in Kontakt. Kontaktallergene werden hauptsächlich durch die Haut aufgenommen, die aufgrund der häufigen Nassarbeitendurch einen geschädigten Säureschutzmantel aufweist. Neben den Kontaktallergenen muss auf die Einwirkung der Allergene über die Luft geachtet werden! Neben den vielen chemischen Stoffen die z.B in Haarspray enthalten sind, gelangen auch die Kontaktallergene als Staub, Dampf, Gas oder Tröpfchen-Aerosol tief in die Lunge hinein oder wirken auf die Haut ein. Dadurch entstehende Beschwerden reichen von gereizten Schleimhäuten, Fließschnupfen, Husten bis hin zum Asthma bronchiale. Durch intensive Schutzmaßnahmen konnte die Zahl der Erkrankungen in den letzten Jahren verringert werden. Zu den Präventionsmaßnahmen gehören Schutzpläne für Haut und Atemwege, Forschung im Bereich Produktsicherheit, medizinische Eingangsberatung für Auszubildende, Einbindung des Gesundheitsschutzes in die Aus- und Weiterbildung. Die Schadstoffbelastung der Raumluft hängt natürlich entscheidend von den Lüftungsverhältnissen bzw. von der entsprechenden Luftreinigung ab! Wird z.B. der Frischluftstrom um die Hälfte reduziert, wird die Schadstoffbelastung am Arbeitsplatz um die Hälfte verdoppelt, daher wird in der TRGS 530 eine Mindestluftmenge von 100m³/h je Mitarbeiter vorgeschrieben, es sei denn, es werden durch die Gefährdungsermittlung höhere Werte vorgeschrieben. Kritisch wird´s in Verbindung mit Persulfat, Ammoniumpersulfad, p-Phenylendiamin (PPD), Para-Stoffen wie p-Tolylendiamin (PTD), p-Aminophenol (PAMP), Dispers Orange 3, p-Aminoazobenzol, Parabenen, Glycerylmomothioglykolat (GMTG), Saure Dauerwellen (Esther der Thioglykolsäure), Ammoniumthioglykat (alkalische Dauerwelle). (Quelle: daab, Allergie konkret 1/2005)
Filter, Luftreiniger, Filtration von Schadstoffen durch Hepa Filter und Aktivkohle finden Sie unter dem Punkt Luftreiniger. Weitere Informationen werden demnächst aufgelistet.
Pollen:
Zu den bedeutendsten Baumpollen mit einer starken Allergenpotenz gehören die Birkenpollen. Gegen diese Pollen sind in Mitteleuropa ca. 19 - 25% der Pollenallergiker senibilisiert, in nordischen Ländern werden noch höhere Werde erreicht. Bei Provokationstests werden bei 90% der Pollenallergiker eine allergische Reaktion auf Birkenpollen festgestellt. Mehr oder weniger große Gemeinsamkeiten in den allergenen Strukturen von Birkenpollen bestehen bei Pollen von Erle, Hasel, Pappel, Hainbuche, Eiche, Buche, Ulme Esche, Kastanie, Rotbuche und Ahorn.Daher sind Kreuzreaktionen möglich. Schadstoffe können zudem feste Bindungen mit der Oberfläche von Pollen eingehen und Strukturveränderungen bewirken. Pollen in Städten sind daher durchaus aggressiver! Zudem kommt es in der Stadt zu vermehrten Pollenkonzentrationen, da in schadstoffbelasteten Gebieten eine verstärkte Produktion und Freisetzung der Pollen erfolgt. Beschwerden: Die Symptome reichen von Nies- und Juckreiz, Fließschnupfen, verstopfter Nase, Augenjucken und -tränen bis hin zum Asthma bronchiale. Es können außerdem auch Hautekzeme, Müdigkeit, Migräne oder Depressionen auftreten. Während der Heuschnupfenzeit ist die Stärke der Beschwerden von der Pollenkonzentration abhängig, sie wird durch Temperatur, Witterung, Windverhältnissen und geeigneten Luftreinigungsgeräten beeinflusst!
Schimmelpilz:
Im Sputum ((Auswurf) von gesunden Menschen finden sich unterschiedliche Mengen von Schimmelpilzsporen. Weltweit findet man über 100 Arten dieser Schimmelpilze, einige davon können auch die allergische bronchopulmonale Aspergillose (Abda) auslösen. Aspergillus (Apsergillus niger, -fumigates, -teruss und-flavus können bei Mensch und Tier Krankheiten mit sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern verursachen. Die durch Aspergillus ausgelösten Erkrankungen der Atmungsorgane werden in allergische Erkrankungen, invasive (Infektions-) Erkrankungen und saprophytische Kolonisation eingeteilt. Die allergischen bronchopulmonale Aspergillose (Abda) ist die häufigste allergische bronchopulmale Schimmelpilzerkrankung beim Menschen.
Krankheitsbild: Stadium 1: Bei zwei Drittel der betroffenen Patienten sind ein akutes Auftreten von Symptomen und ein schubartiger Verlauf typisch, bei einem weiteren Drittel verläuft die Erkrankung in diesem Stadium relativ symptomarm. Stadium 2: Remission (vorübergehende Rückbildung der Symptomatik). Sie ist gekennzeichnet durch einen Rückgang der während Stadium 1 geschilderten Symptome. Kommt es wiederum zu einer akuten Verschlechterung, so gilt dies als Stadium 3. Auch nach Jahren kann eine solche Verschlechterung unvermittelt auftreten, oftmals hervorgerufen durch vermehrten Allergenkontakt. Stadium 4: Kortikoidpflichtiges Asthma Stadium 5: Irreversible (endgültige) fibriotische Veränderung des Lungengewebes das heisst Zunahme des Bindegewebes in der Lunge. In diesem Stadium kann durch die Lunge das Herz geschädigt werden (Cor pulmonale). Dieser srchwerste Krankheitsverlauf kann auch zum Tod führen. Die Entwischlung dieses Stadiums muß daher mit allen Möglichkeiten verhindert werden!
Wichtigstes Ziel ist die Früherkennung: Hierbei ist in den letzten Jahren die seropositive Abpa als weiteres Stadium eingeführt worden. Hier liegen bleibende Veränderungen im Bereich der Bronchien und der Lunge noch nicht vor. Nachweisen lassen sich solche Veränderungen mit der Computertomopgraphie (HR-CT). Sind in der Krankheitsgeschichte ein oder mehrere Lungenentzündungen aufgetreten muß ein Allergietest (Hauttest) auf Aspergillus fumigatus und eine weiterer Labordiagnose auf spezifische IgE-Antikörper gegen Aspergillus fumigatus (Rast-Test) durchgeführt werden. Neue Tests mit gentechnisch hergestellten Aspergillus fumigatus-Allergenen (rekombinante Allergene) bringen neue Hoffnung für eine effektive Früherkennung.
Therapie der Apba: Die Betreuung des Apba-Patienten gehört in die Hand des Facharztes! E ist allerdings notwendig, dass alle Asthmatiker und alle entsprechenden Ärzte, überhaupt erst an das Krankheitsbild denken! Maßnahmen der Allergenkarenz oder -reduktion sind wichtig! Eine Beseitigung der Schadstoffqelle und anschließende fortwährende Luftreinigung ist unerlässlich! In manchen Fällen bringt erst die Behandlung in einer Fachklinik im Hochgebirge (über 1500 Meter) den therapeutischen Durchbruch. (Quelle: daab, Allergie konkret 1/2005)
Weitere Informationen zu Schadstoffen im Innenraumberich bekommen Sie vom Umweltbundesamt und vom Fachbeirat des Ha.B.T. Bundesverband HausBauTechnik, Haustechnik, Baustoffe, Klima- und Gesundheitsschutz im Bauwesen
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